Dienstag, 02 Juni 2020 17:27

10 einfache Tipps für mehr Erfolg mit Ihrem Buch oder E-Book

Sie haben Ihr Buch veröffentlicht, doch ist damit schon alles geschafft? Natürlich haben Sie viel Arbeit in bisherige Schritte gesteckt: in die Inhaltskonzeption, in Überarbeitungen und Korrekturschleifen, in die Formatierung und schließlich auch in die Veröffentlichung an sich.

An dieser Stelle können Sie auf jeden Fall schon einmal stolz auf sich sein: Sie haben ihr Buch publiziert! Doch die Veröffentlichung ist nur die halbe Miete. Im Anschluss muss Ihr Buch an die breite Öffentlichkeit herangetragen werden. Und wie gelingt dies besser, als durch ein passendes Marketing? So erhöhen Sie Ihre Bekanntheit bei den Lesern und steigern die Verkaufszahlen. Das richtige Marketing ist besonders für Neulinge in der Bücherbranche relevant. Hier durchläuft man viele Schritte zum ersten Mal und man ist noch nicht so bekannt wie etablierte Autoren. Das soll aber kein Hindernis sein! Die Vermarktung Ihrer Bücher und Ihres Namens nimmt weitaus weniger Zeit in Anspruch, als das Schreiben. Sie werden sich also nicht 8 Stunden am Tag damit auseinandersetzen müssen, wie Sie es vielleicht vom Schreiben gewohnt sind. Außerdem können viele der Aktivitäten, mit denen Sie sich als Autorin oder Autor ohnehin schon auf täglicher Basis beschäftigen, eigentlich schon als Marketing gesehen werden. Die Tipps und Tricks, die Sie im Folgenden finden, setzen sich mit genau diesen alltäglichen Aktivitäten auseinander. So können Sie die Zeit, die Sie sowieso schon investieren, effizienter nutzen und unnötigen Mehraufwand umgehen. Damit können Sie möglichst viel Zeit und Energie auf Ihr nächstes Buchprojekt konzentrieren.

Tipp 1: Denken Sie beim Posten an den Bestell-Link

Sie haben sicherlich eine Online-Präsenz, sei es in Form einer Website oder einer Facebook-Seite. Sie veröffentlichen womöglich ab und zu Updates zu Ihrem neuen Buch, um Ihre LeserInnen auf dem Laufenden zu halten. Vielleicht können Sie Ihren LeserInnen schon verraten, wann es erscheinen wird. Vielleicht ist das Coverdesign fertig und Sie wollen es mit Ihren LeserInnen teilen. Das sind schöne Gelegenheiten, um mit Ihren LeserInnen in Kontakt zu treten. Nutzen Sie diese Gelegenheiten direkt auch dazu, Ihren LeserInnen einen Kauf-Link mitzugeben. Selbst dann, wenn Ihr Buch noch nicht fertig ist, können Sie Vorbestellungen einrichten. Bei KDP ist dies bereits 12 Monate im Voraus möglich und Distributoren haben teilweise noch größere Zeitfenster.

Tipp 2: Weichen Sie auf alternative Links aus

Es haben sich Änderungen ergeben und Ihr Buch wird erst zu einem späteren Datum veröffentlicht werden? Das ist kein Beinbruch und Sie können dennoch Links nutzen, um Aufmerksamkeit zu schaffen und die Spannung bei Ihren LeserInnen zu erhöhen. Fügen Sie z. B. in Ihrem nächsten Post einfach den Link zu Ihrem Newsletter ein. LeserInnen können sich so anmelden und bleiben dann auf dem Laufenden.

Tipp 3: Stellen Sie häufig Fragen

Gerade in sozialen Netzwerken ist es wichtig, hervorzustechen und im Gedächtnis der LeserInnen zu bleiben. Dafür müssen Ihre Posts angezeigt werden und eine breite Masse erreichen. Auf Facebook werden Posts häufiger angezeigt, wenn NutzerInnen sie liken, kommentieren oder teilen. Die Anzahl an Interaktionen mit Ihrem Post bestimmt also auch dessen Reichweite. Sie erhöhen Reaktionen auf Ihre Beiträge, indem Sie Fragen stellen. Stellen Sie am besten offene Fragen, die durchdacht und sinnvoll sind. Fragen, die hingegen allein auf eine Erhöhung der Interaktionsrate abzielen, fallen auf. LeserInnen wollen angesprochen werden und sich mit Ihren Inhalten auseinandersetzen. Lieblos gestellte Fragen werden sie dazu weniger motivieren. Sie können die Fragen außerdem nutzen, um Ihre Leserschaft besser kennenzulernen. Mit jeder Antwort erhalten Sie auch mehr Informationen über Ihre KäuferInnen.

Denselben Tipp können Sie auch in Ihrem Newsletter verwenden. Bauen Sie Fragen ein, auf die Ihre LeserInnen antworten können. Erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen, wird dies an die E-Mail-Provider weitergeleitet und beeinflusst Algorithmen, die darüber entscheiden, ob eine E-Mail im Spam-Ordner landet oder nicht. Wenn häufig Interaktionen mit Ihrem Newsletter stattfinden, werden die Algorithmen entsprechend angepasst, weil es sich bei Ihren Inhalten offenbar nicht um Werbung handelt. So erhöht sich für Ihren Newsletter auch die Wahrscheinlichkeit, bei Ihren LeserInnen tatsächlich anzukommen und nicht direkt in den Spam-Ordner geschoben zu werden.

Tipp 4: Übertreiben Sie es nicht mit der Datensammlung

Bei diesem Tipp wird speziell Ihre Newsletter-Anmeldung ins Visier genommen. LeserInnen geben zwar notwendige Informationen preis, wenn sie dafür etwas bekommen, was sie interessiert. Sie werden jedoch zunehmend skeptisch, je mehr Informationen in einem Anmeldeformular abgefragt werden. Eine Frage nach der Anschrift oder dem Geburtsdatum wird sie eventuell stocken lassen und vielleicht überlegen sie es sich noch einmal anders mit der Anmeldung. Besser ist es also, die Fragen für die Newsletter-Anmeldung einzugrenzen. Eine Angabe der E-Mail-Adresse reicht vollkommen aus, um Ihre LeserInnen zu kontaktieren und sie über Updates zu informieren. Außerdem wird es dabei keine Schwierigkeiten mit der DSGVO geben.

Tipp 5: Schenken Sie Vertrauen

Vielleicht kennen Sie es aus Ihrer Kindheit oder auch aus Ihrem jetzigen Umfeld: Sie möchten ein Eis beim kleinen Eisstand in der Straße kaufen, haben aber kein Geld dabei. Sie möchten ein Croissant beim kleinen regionalen Bäcker um die Ecke kaufen, haben aber Ihr Portemonnaie vergessen. Sie möchten Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner eine kleine Freude machen und einen Blumenstrauß beim lokalen Floristen von nebenan kaufen, doch Ihnen fehlt der letzte Euro. Aber weil Sie in derselben Nachbarschaft wohnen und man sich im lokalen Bereich kennt, bekommen Sie trotzdem das Eis, das Croissant oder den Blumenstrauß. Sie können den offenen Betrag einfach am nächsten Tag mitbringen. Die kleinen Händler vertrauen Ihnen. Im unpersönlichen Großhandel wäre das nicht möglich gewesen und man hätte von Ihnen sofort das Geld verlangt.

Wenn Sie Ihre eigenen Bücher herausbringen, sind Sie in diesem kleinen, persönlichen Bereich aktiv. Machen Sie sich das zum Vorteil und schenken Sie Ihren LeserInnen Vertrauen. Hat Sie jemand kontaktiert und bittet um ein ePub Ihres Kindle-eBooks? Kommen Sie der Bitte nach, auch ohne vorher die Kaufbestätigung gesehen zu haben. Vielleicht wurden Sie von jemandem kontaktiert, der kein Amazon-Konto hat und Ihr Buch dennoch lesen möchte? Versenden Sie es auch in diesem Fall und leiten Sie erst im Nachgang die Zahlung ein. Es mag den einen oder anderen Fall geben, in dem die Zahlung ausbleibt. Jedoch passiert dies nur bei einem winzigen Anteil der LeserInnen und der weitaus größere Teil freut sich über das Vertrauen, mit dem Sie ihnen begegnen. So schaffen Sie direkt ein positives Verhältnis zu Ihrer Leserschaft.

Tipp 6: Legen Sie den Fokus auf die Interaktion

Ihre LeserInnen wollen angesprochen werden und sich wahrgenommen fühlen. Dies erreichen Sie durch eine rege Interaktion mit Ihrer Leserschaft. Vielleicht stellen Sie mal eine Frage, vielleicht steuern Sie eine interessante Anekdote bei oder Sie wecken auf andere Weise die Aufmerksamkeit Ihrer LeserInnen. Dabei kann auch ab und an mal eingebracht werden, dass Ihr neues Buch nun auf dem Markt ist. Nutzen Sie dies aber in Maßen und überhäufen Sie Ihre LeserInnen nicht mit Posts, die ausschließlich Kaufaufforderungen enthalten. Wenn LeserInnen mehrmals am Tag zu lesen bekommen, dass Ihr neues Buch da ist und sie es doch bitte kaufen sollen, wird ihnen schnell das Interesse vergehen. Sie werden eher genervt als begeistert sein.

Tipp 7: Holen Sie die Unterstützung Ihrer LeserInnen ein

Jeder Autor und jede Autorin kommt mal in eine Situation, in der es ungünstig um ein Buch oder eine Veröffentlichung steht. Vielleicht hat ein Buch schlechte Rezensionen erhalten, die die Gesamtbewertung herunterziehen und insgesamt ein schlechteres Bild vermitteln. Vielleicht sind unter Posts unfaire oder unsachliche Kommentare aufgetaucht, die ein schlechtes Licht auf Sie oder Ihre Bücher werfen.

Hier können Ihnen Ihre Leser helfen. Es macht Freude, anderen helfen zu können und somit werden Ihre Fans auch gern dazu bereit sein. Daher sollten Sie sie in diese unschönen Situationen miteinbeziehen. Legen Sie Ihren LeserInnen Ihre Situation dar. Vielleicht brauchen Sie Hilfe durch neue Rezensionen, die einen breiteren Eindruck Ihrer Leserschaft abbilden. Oder Sie möchten weitere Meinungen zu einem kritischen Thema einholen, das in Kommentaren negativ aufgefallen ist. Ihre LeserInnen werden Ihnen gern zur Seite stehen und Sie unterstützen, damit Sie weiterhin erfolgreich sein können.

Beachten Sie dabei aber, konstruktiv zu arbeiten und niemanden öffentlich bloßzustellen. Dies kann sonst böses Blut mit sich bringen und rückt Sie oder Ihre LeserInnen womöglich in ein schlechtes Licht. Bleiben Sie sachlich und neutral und zeigen Sie so, dass Sie die Kontrolle haben und eine faire Abhandlung des Themas befürworten. Zeigen Sie, dass Sie für etwas einstehen wollen und das Beste im Sinn haben.

Tipp 8: Denken Sie an Ihre Kollegen

Es dauert lange, ein Buch zu schreiben und es ist meist viel schneller gelesen. Wenn Sie noch mit dem Schreiben Ihres nächsten Buches beschäftigt sind, warten Ihre LeserInnen vielleicht schon gespannt. Sie können Ihren LeserInnen helfen, die Zeit bis zu Ihrer nächsten Veröffentlichung mit anderen spannenden Büchern zu überbrücken. Vielleicht haben Sie ein interessantes Buch eines Kollegen oder einer Kollegin gelesen, das Sie nun an Ihre LeserInnen weiterempfehlen können. So können Sie das, was Ihnen gefallen hat, mit Ihren Fans teilen. Dabei sollten Sie nicht unbedingt darauf bestehen, dass alles, was Sie tun, auch von Ihren KollegInnen erwidert wird. Geben Sie einfach das weiter, was Sie interessiert. Wenn Sie nett und offen damit umgehen, können Sie nur als Gewinner daraus hervorgehen.

Tipp 9: Verwenden Sie übersichtliche Links

Achten Sie darauf, Links möglichst einfach zu gestalten. Übersichtliche Links wirken sauber und schaffen auch bei LeserInnen ein angenehmeres Bild. Für Amazon.de beispielsweise lässt sich http://www.amazon.de/dp/ASIN verwenden. Außerdem können Linkverkürzungen genutzt werden, um Links noch kompakter zu machen. Durch Readerlinks bietet sich die Möglichkeit, ein bestimmtes Linkformat zu erstellen. Diese können einprägsam gestaltet sein und beispielsweise auch auf Ihre Website hinweisen.

Tipp 10: Gehen Sie nicht jedem Detail auf den Grund

Nicht jedes Buch verkauft sich gleich gut und es ist auch mal möglich, dass Sie mit den Verkaufszahlen unzufrieden sind. Hier ist es natürlich interessant und auch wichtig zu wissen, woran das liegt. Was hat Ihren Fans nicht gefallen? Welche Punkte sollten Sie beim nächsten Mal anders gestalten? Was hätten sich die LeserInnen stattdessen gewünscht? Wenn Sie möchten, können Sie diese Fragen auch direkt an Ihre LeserInnen stellen. Stecken Sie jedoch nicht zu viel Zeit in diese Nachforschungen. Nutzen Sie Ihre Zeit und Energie lieber, um ein neues Buch voranzutreiben und zu einem Erfolg zu machen.

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